Tanztheater Projekt: NACHTGESTALTEN


Die Nacht ist nicht allein zum Schlafen da und Träume sind Schäume. Sind Nachtmenschen eigentlich blasser oder auch einsamer?
Das neue Tanztheaterprojekt „Nachtgestalten“ betrachtet, wer zu dunkler Stunde noch auf den Beinen ist. Wer wacht über unsere nächtliche Ruhe oder zieht schlaflos um die Häuser? Partyschwärmer, Nachtwächter, Putzfrauen, Prostituierte und Schlafwandler werden mit ihren nächtlichen Geschichten dargestellt und ihr Leben, das sich neben dem Rhythmus der Gesellschaft bewegt, wird mit Tanz und Schauspiel in Szene gesetzt. Mit einer Mischung aus Sinnlichkeit und Witz wird erforscht, wo die Grenze zwischen wollen und müssen beim nächtlichen Wach- sein liegt. In den Nischen der Nacht wird nach den verborgenen Sehnsüchten gesucht, die Menschen vom Schlafen abhalten.
Im Vordergrund der Tanztheaterproduktion stehen Interesse und Spaß an kreativer Zusammenarbeit und der künstlerische Austausch in einer Gruppe. Tänzerische Vorkenntnisse sollten mindestens in geringem Maße vorhanden sein (fortgeschrittene Anfänger/innen). Durch die Verwendung unterschiedlicher Tanztechniken aus den Bereichen New Dance, Modern Dance, Traditioneller Tanz, Musicaltanz und Hip Hop werden die Teilnehmer/innen im Rahmen ihrer Fähigkeiten angesprochen und gefordert. Außerdem werden darstellerische Qualitäten, Ausdruck und sprachliche Präsenz erprobt und gewinnbringend eingeflochten.
Teilnehmende, die künstlerische Fähigkeiten aus dem Tanzbereich, in Verbindung mit Schauspiel, in ihr jeweiliges Berufsfeld einbringen wollen, können hier wertvolle Kompetenzen und fachliche Anregungen erarbeiten. Das Ziel der Produktion ist der gemeinsame Auftritt am Theater im Depot in Dortmund. Die Probentermine sind aufeinander aufbauend und sollten deshalb alle wahrgenommen werden. Dies wird die mittlerweile zehnte Produktion, die seit 2002 mit großem Erfolg auf die Bühne kommt.

Leitung: Birgit Götz

Termin: ab MI, 21.09.11 wöchentlich, 16-mal
(außer in den Weihnachtsferien)
jew. von 20.00 bis 21.30 Uhr
SA, 08.10.-SO, 09.10.11
SA, 12.11.11
SA, 17.12.-SO, 18.12.11
SA, 07.01.-SO, 08.01.12
SO, 22.01.12
SA von 16.00 bis 20.30 Uhr
SO von 11.00 bis 16.00 Uhr
Premierenwoche 23.01.–27.01.12
jew. von 19.00 bis 22.00 Uhr
Premiere am SA, 28. u. SO, 29.01.12
weitere Spieltermine am MI, 01.02. u. DO, 02.02.12

Kosten: 450,00 €
414,00 € (ermäßigt)
zahlbar in drei Raten à 150 EUR (erm. 138 EUR) jeweils zum 01.09., 01.11.2011 und 01.01.2012

Ort: KOBI im DEPOT
Immermannstraße 29
44147 Dortmund

Nähere Informationen unter: www.kobi.de
oder bei
Birgit Götz- 0231/102591, b.goetz@dokom.net


Kursnummer: ka3301112

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Schöne Aussichten

Ein Tanztheaterstück über den Wandel der Generationen

Das Projekt Schöne Aussicht ist ein in interdisziplinäres Projekt über den Wandel der Generationen. Es befasst sich mit den Ansichten junger Menschen über alte Menschen und anders herum. Mit den Kunstformen Tanz, Theater, Video und Fotografie werden Jugendliche die Lebensgeschichten älterer Menschen recherchieren. Dadurch werden sie in ihren eigenen Lebenssituationen nach vorne und hinten blicken, um zu  überprüfen, ob das stimmt was „jung und alt“ voneinander denken.

- Wie langweilig sind die Alten und wie nervtötend die Jugendlichen wirklich?

- Was liegt im Auge des Betrachters?

- Und gibt es vielleicht doch Gemeinsamkeiten?

Die Idee

Alter? Nein danke! Jugend? Um Gottes Willen! In unserer Gesellschaft wird Alter nicht mit Weisheit und Erfahrung verbunden, sondern mit Schwäche, Gebrechlichkeit, Hilfsbedürftigkeit und Einsamkeit. Jugendliche gelten oft als grob, oberflächlich und unzugänglich.

Mit dem Projekt „Schöne Aussicht“ sollen diese Ansichten überprüft und entweder bestätigt oder gegebenenfalls verworfen werden; eine Annäherung und mehr Verständnis zwischen den Generationen ist hier ein wichtiges Ziel. Das Projekt „schöne Aussicht“ kann eine Plattform für den Austausch von Lebenserfahrungen sein und den Weg der gegenseitigen Bereicherung von Wissen und Können der beiden Generationen ebnen.  

Das Konzept

Ein wichtiger Teil dieser gemeinsamen Entwicklung des Stücks ist die autobiographische Recherche der Jugendlichen. Welche An- und Aussichten haben Jugendliche, wenn sie ans Altern denken, und was ist in unserer Zeit die größte Angst von alten Menschen? Und mit welchen Gefühlen ist die Erinnerung an ihre eigene Jugend verbunden?

Jeder Jugendliche bekommt einen „Generations- Paten“. Das bedeutet in der Praxis, dass sich jeder Jugendliche einen alten Menschen (Altersunterschied ca. 50 Jahre) mit einer für ihn interessanten Lebensgeschichte sucht oder von uns mit einer älteren Person in Kontakt gebracht wird. Die teilnehmenden Jugendlichen werden ihre Biographien mit denen ihrer „Paten“ vergleichen und erforschen, ob sich aus den Erzählungen und Lebensberichten der älteren Menschen Parallelen zu ihren Biographien ziehen lassen.

 

-  Gab es ähnliche oder unterschiedliche Ideale, Wertvorstellungen und

   Lebensziele?

-  Lassen sich diese auch auf die heutige Zeit übertragen?

-  Hatten Jugendliche vor 50 Jahren ähnliche Motive zu handeln?

-  Wie sahen die damaligen Perspektiven und Sehnsüchte aus?                         

-  Welche Träume wollten die Menschen in ihrer Generation verwirklichen und               

    welche  Entwicklungschancen hatten sie?

 

Tanz als Erforschungsebene - wie viel Swing steckt im Hip Hop?

Ein wichtiges Element des Projektes ist die Musik aus verschieden Dekaden. Die Jugendlichen werden sich mit den Tanzstilen und der dazugehörigen Musik  ihrer Großeltern beschäftigen. Musikrichtungen wie Swing, Rock n` Roll und 70er Jahre Tanzbewegungen werden aktuellen Tanzstilen wie  Hip Hop, Streetdance und Break Dance gegenübergestellt, um sie dann miteinander zu verbinden. Hierbei gehen wir mit ihnen der Frage nach, was sich aus alten Zeiten bis in unsere Zeit fortgesetzt hat und immer noch (oder wieder) zu finden ist.

 

Video und Fotografie als Bühnenbild und Ausstellung:

Studenten der Universität  Dortmund werden das Projekt in der Recherche mit Videoaufnahmen und Fotografien begleiten und die Jugendlichen in der Dokumentation ihrer Recherche unterstützen. Diese Videos und Fotos sollen von den Jugendlichen und von den Studenten erstellt werden. Hierbei wird jeweils eine Lebensgeschichte eines alten Menschen der Lebensgeschichte einer/eines Jugendlichen gegenübergestellt und in Verbindung gebracht. So findet für die Jugendlichen die direkte Auseinandersetzung mit einem Menschen einer „älteren“ Generation statt. Die Videos und Fotos werden von der Bühnenbildnerin in die Gestaltung des Bühnenbildes eingebaut und auch als Ausstellung vor den Auftritten zu sehen sein.

Es geht aber auch anders herum: So soll die Ausstellung eigenständig an  anderen, Nicht-Theaterorten gezeigt werden können. Dazu ist geplant, dass die Jugendlichen Passagen aus dem Bühnenstück auf den Ausstellungsort übertragen und den Ort bespielen und betanzen. Wir streben hier die Kooperation mit einem Museum in Dortmund oder/und der Technischen Universität Dortmund (Prof. Ursula Bertram; Fachbereich interdisziplinäre Kunst) an.

 

Die Jugendlichen

Zu Beginn des Projektes wird die Teilnahmemöglichkeit öffentlich für Jugendliche im Alter von 16-25 Jahren zur Bewerbung ausgeschrieben. Da wir im Rahmen der Tanzwerkstatt mit den Jugendlichen immer spartenübergeifend arbeiten, können die teilnehmenden Jugendlichen mit der Verbindung von Tanz und Schauspiel unterschiedliche Erfahrungen machen.

Durch die vorangegangenen Projekte der letzten zwei Jahre gibt es schon einen „Stamm“ von engagierten Jugendlichen, die aber immer an der Zusammenarbeit mit neu dazukommenden Jugendlichen interessiert sind. So befindet sich die Gruppe von Projekt zu Projekt in einer ständig wechselnden Besetzung.

Durch die seit zwei Jahren gewachsenen Struktur der jungen Tanzwerkstatt des Theaters im Depot haben wir ein Zeichen gesetzt und für die Jugendlichen eine nachhaltige Plattform der spartenübergreifenden Auseinandersetzung von Theater und Tanz schaffen können.  Bei Vorgesprächen zu unseren Plänen von „schöne Aussicht“  begegneten uns die Jugendlichen mit viel Interesse für das Projektthema und  für die angedachte Form der spartenübergreifenden Umsetzung.  Nach der Produktion „under pressure“ die sich mit Tanz, Theater, Gesang und Musik beschäftigt hat, halten wir ein sparten- und generationenübegreifendes Projekt mit Tanz, Theater und Medienkunst für ein gutes Nachfolgeprojekt, das den Jugendlichen eine weitere neue künstlerische Erfahrung bietet.

 
 Besonderes Merkmal des Projektes

Die Jugendlichen haben in diesem Projekt die Gelegenheit einen Kompetenznachweis Kultur zu erwerben.  

Regie: Cordula Hein

Choreographie: Birgit Götz

Assistenz: Katja Ahlers

Bühnenbild (künstlerische Umsetzung): Sabine Gorski

Soundkulisse/Vertonung: N.N.

Licht: Peter Fotheringham

Teilnehmer: ca. 20 Jugendliche aus Dortmund

 

Premiere:
SA 11.02.2012 um 20.00 Uhr

Weitere Vorstellungen:
SO 12.02.2012 um 19.00 Uhr
SA 18.02.2012 um 20.00 Uhr
DI 20.03.2012 um 11.00 Uhr
DO 22.03.2012 um 11.00 Uhr

 

Kooperationspartner:

Theater im Depot, Dortmund

Technische Universität, Dortmund - ID Factory


 



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  TANZWERKSTATT im Theater im Depot