KONZERT                                       
 Radio_Depot                                                                             ........................      zurück zur Übersicht






Vorstellungen:
SO 15.01.2012 um 18.00 Uhr
SO 26.02.2012 um 18.00 Uhr



RADIO_DEPOT
LAUTSPRECHER-KONZERTE FÜR KLANGKUNST,
HÖRSPIEL UND SELTENE MUSIK


Thema am 26.02.:

"Ein Klavier, ein Klavier!"
Das könnte als Zitat aus einem Loriot-Sketch erkannt werden, führt
aber in die unendlichen Weiten der phantastischen Klangräume strammer
Stahlsaiten in historischen und zeitgenössischen Holz-Gehäusen.


Die Radio_Depot-Konzerte sind akusmatische Konzerte, d.h.: alle Konzentration ist dem Zuhören gewidmet, es gibt keine Musiker, kein Bühnengeschehen. Damit ist "Radio_Depot" als Konzertreihe einzigartig im Ruhrgebiet.

Zu Geschichte und Begriff "Akusmatik"

Zusammenfassung: Der Begriff Akusmatik leitet sich vom altgriechischen akusmatikoi ab ("Jene, die hörend teilnehmen"). Dahinter steckt die Geschichte, daß der griechische Philosoph und Mathematiker Pythagoras (570-510 v. Chr.) seine Vorträge so hielt, daß er von seinen Zuhörern durch einen Vorhang getrennt war. Zweck dieses Tricks sollte sein, daß die Zuhörer sich voll und ganz auf das Zuhören konzentrieren sollten.
Der Begriff "akusmatisch" wird in der Neuzeit wiederentdeckt, als mit dem Aufkommen von Schallplatten und Tonbändern plötzlich eine neue Art von Musik, Hörspiel- und Radio-Kunst entsteht: Klänge, die nur in Radio- und Tonstudios produziert werden und niemals von Musikern gespielt werden, die nur als Radiosendung oder auf Tonträgern zu hören sind. Moderne Konzerte mit dieser Art "Radio-Kunst" und elektronischer Musik werden als akusmatische Konzerte bezeichnet.

Der zugezogene "Vorhang" wie beim griechischen Philosophen wird bei Radio_Depot-Konzerten auch zu finden sein, aber wichtiger ist, daß anstelle der Stimme des Philosophen heute große Lautsprecher zum Einsatz kommen, die einen "guten Ton" produzieren, der deutlich über das hinausgeht, was die private CD-Anlage oder der mp3-Spieler zuhause schaffen. Hinzu kommt: im Konzert hört man anders als in der privaten Wohnung - so wie ja auch "Kino" etwas anderes ist als zuhause einen Film auf DVD anzusehen.

Radio_Depot macht aber keine Einschränkung seines Konzertprogramms auf eine bestimmte technische oder historische Art von Musik. Das spannende an Radio_Depot soll sein, daß für jede Ausgabe aufs neue "alles möglich, alles erlaubt" ist: zwischen mittelalterlichen Gesängen, außer-europäischen Klängen, jüngsten Klang-Kompositionen und Hörspiel-Experimenten soll alles für eine Überraschung, Entdeckung oder ein Wiederhören gut sein. Also wird einerseits die eine oder andere LP oder CD zum Einsatz kommen, aber genauso werden die drei Radio_Depot-Macher auch eigene Werke oder Kompositionen von internationalen Kolleginnen und Kollegen zu Gehör bringen: live an Mischpult und Computer eingespielt, aber unsichtbar fürs Publikum im Regieraum.

Jedes Radio_Depot-Konzert wird unter einer eigenen Überschrift stehen, ein eigenes Thema behandeln. Damit die Zuhörerinnen und Zuhörer nicht ganz ratlos bleiben, "was" sie da genau hören, haben sich die Radio_Depot-Macher etwas ganz spezielles überlegt. Anstelle eines Programmheftes gibt es in jeder "Sendung" einen "stummen Moderator": ein lautloser Video-Schriftzug zeigt sich gelegentlich auf dem Vorhang im abgedunkelten Theaterraum und lässt wissen, was gerade gespielt wird. Das ist dann wie im Kunstmuseum: auch bei größten unbedeutensten Werken ist der Betrachter dankbar für ein kleines Schildchen mit dem Titel, dem Namen des Künstlers und einer Jahreszahl.


Konzertreihe in Zusammenarbeit mit der

DEGEM -
Deutsche Gesellschaft für Elektroakustische Musik e.V.  


und der GNMR -
Gesellschaft für Neue Musik Ruhr



Dramaturgie & Klangregie:
Peter Eisold, Thomas Neuhaus, Frank Niehusmann

WOTheater im Depot
EINTRITTAK 8 € / 5 € erm.
VVK 8 € / 5 € erm.
TICKETSKartenvorbestellung:
Unter 0231/ 9822336 (Anrufbeantworter) oder einfach eine E-Mail an
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