KINO ARCHITEKTUR & FILM               .......      ...............         ...................................                                 zurück zur Übersicht 
 Architektur & Film: Lebende Häuser – Unheimliche Räume. Die zweite Filmreihe der Architektenkammer NRW in Kooperation mit dem sweetSixteen-Kino, vom 7.-28. September präsentiert eine cineastische Reise durch den architektonischen Filmkosmos von aktivem Innenraum, verlebendigten Zimmern, belebten Hallen und Gewölben.









































Di, 7. September, 19.30 Uhr
The Shining
GB 1979/80, 119 Min., Deutsche Fassung
Regie: Stanley Kubrick, mit Jack Nicholson, Shelley Duvall, Berry Nelson
In der Einsamkeit der verschneiten Berge Colorados steht die im
Winter verlassene Luxusherberge Overlook Hotel. Zwischen seinen
riesigen Zimmerfluchten und endlos scheinenden Korridoren verliert
der als Hausmeister engagierte Schriftsteller Jack Torrance seinen
Verstand. Mit psychedelischen Teppichmustern und überlangen
Theken provoziert das labyrinthische Haus Halluzinationen, Alpträume
und Identitätsverlust. Eine Jahre zurückliegende Bluttat lässt die
Geschehnisse in den Hotelräumen erneut zum Leben erwecken.
In Kubricks Studie über Realität und Illusion fungiert prachtvolle Architektur als schöne Haut eines psychologischen Dämonenhorts, dessen Erscheinungen wie ein Fehler im elementaren Muster des Hier und Jetzt wirken, und zu dem die Architektur ein gelungenes Portal liefert.

Di, 14. September, 19.30 Uhr
The Haunt ing (Bis das Blut gefriert)
USA 1962, 112 Min., restaurierte engl. O-Fassung ohne UT
Regie: Robert Wise, mit Julie Harris, Claire Bloom, nach Shirley Jackson
Ein engagierter Parapsychologe verbringt mit seinen Probanden in der
Nähe von Boston einige Tage in Hill House, um die Wirkung des Ortes
auf empfängliche Gemüter zu erforschen. Die seltsame Gemeinschaft
wird sehr bald schon in den Bann des Hauses gezogen und erlebt
zwischen Türmen und Erkern ein Übermaß an medialer Emphatie.
Gelegentlich als der beste subtile Horrorfilm aller Zeiten bezeichnet,
entstand mit diesem Film ein Klassiker der Haunted House-Thematik im
klassischen Gewand einer Horrorstilikone. Nicht von Blut, sondern von
architektonischer Atmosphäre gefärbte Bilder in Kombination mit einer
ruhigen Machart lassen den Zuschauer als Gast zwischen den Mauern eines
viktorianischen Spukschlosses verweilen.

Di, 21. September, 19.30 Uhr
La chute de la maison usher (Der Untergang des Hauses Usher)
F 1927, 65 Min., Stummfilm mit französ. Titeln, restaurierte Fassung (16mm)
Regie: Jean Epstein, mit Marguerite Gance, Jean Debucourt, Charles Lamy, nach E.A. Poe
Tragische Geschichte einer Familie, deren gewaltiges gotisches Schloss
unter seinem Dach sowohl die Toten als auch die Lebenden beherbergt.
Trotz räumlicher Trennung zerfließen die Grenzen zwischen Leben und
Tod: Im Schloss verlieren das Diesseitige und Jenseitige die Distanz
zueinander. Während das Leben der Bewohner in langen, kargen
Hallen erstarrt, in denen die Decken nur zu erahnen sind und in denen
mysteriöse Winde hausen, beginnt die Häuslichkeit in sich mobil zu
werden. Zwischen lebendigen Gemälden, bewegten Bücherregalen und
brennenden Treppen verliert der Hausherr den Bezug zur Existenz.
Live-Musikbegleitung: Georg Corman am Klavier

Di, 28. September, 19.30 Uhr
Cube
CDN 1997, 90 Min., dt. Fassung
Regie: Vincenzo Natali, mit Nicole de Boer, Nicky Guadagni, Wayne Robson
In einem quadratischen, fensterlosen Raum erwacht eine Gruppe von
entführten Personen orientierungs- und ahnungslos aus ihrer Betäubung.
Sich untereinander völlig fremd, lernen sie sich zwangsläufig während der
Gefangenschaft kennen und beginnen, ihr Gefängnis zu erkunden.
Auf der gemeinsamen Suche nach dem Ausgang aus der architektonischen Tötungsmaschine wird klar, dass jeder eine besondere Fähigkeit besitzt, die zum Fluchtgelingen beitragen kann.
Eine surreale Kulisse, puristisches Setting und diffus beleuchtete Wände
aus milchigem Plexiglas schaffen die verdichtete Atmosphäre in CUBE.
Die individuellen Würfelräume entwickeln ein mysteriöses Innenleben und
verändern zudem zyklisch ihre Positionen innerhalb der großen Konstruktion.



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