BLASPHEMIE EINES IRREN - MIT CARSTEN BÜLOW

Theater
Datum: Freitag, 10. März 2017 20:00

Ort: Theater im Depot

BLASPHEMIE EINES IRREN
NACH DER ERZÄHLUNG VON FRANZ WERFEL MIT CARSTEN BÜLOW

Ein Mann empfängt Besucher in bescheidenem Rahmen; sie nennen ihn den „Irren", doch er möchte lieber, in aller Zurückhaltung, „Herr Gott" genannt werden: Denn, ja, er ist Gott, und ihm liegt viel daran, dass das Publikum dies nicht bezweifeln möge. Wer oder was er ist, dieser außergewöhnliche Herr, ist die entscheidende Frage in Franz Werfels Erzählung von 1914.

Doch dem „Irren" geht es nicht ums Belehren, nein, er wirbt um Verständnis, er gesteht und erkennt, er windet und überwindet sich, und er weiß zu scherzen und zu unterhalten.

Im Angesicht des von ihm selbst erschaffenen Ebenbildes kehrt er sein Innerstes nach außen und erträgt sein schweres Schicksal nicht zuletzt dank einer großen Leidenschaft: Der Musik...

Allerdings – und das ist das Hauptproblem, hat „Gott" den Menschen nach seinem Ebenbild geschaffen. Und so möchte Gott gerne singen. „Aber ich bin so wenig begabt", räumt der „Irre" selbstkritisch ein.

Genau diese Doppelperspektive – der kritische Blick auf die Schöpfung und seine eigene Unzulänglichkeit – gibt dem Stück die aktuelle Note. Da vergisst man schon fast, dass das Stück 100 Jahre alt ist.

Im europäischen Schicksalsjahr 1914 schrieb Franz Werfel die Erzählung „Blasphemie eines Irren". Werfels monologisch verfasste Erzählung ist wie gemacht für eine Theaterinszenierung: Dicht und vielfältig, komisch und ernsthaft, sinnlich und musikalisch.

Vorstellungen:
FR 10.03.2017 um 20 Uhr
Eintritt: VVK 14 € / 8 € erm.
AK 16 € / 10 € erm.
Ort: Theater im Depot
Regie: Stefan Schroeder
Mit: Carsten Bülow

 

Telefon
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