| KULTURORT DEPOT ::: GESCHICHTE |
Geschichte des Projekts Bis Herbst 95 Verhandlungen mit dem Ministerium für Städtebau, Kultur und Sport über eine Förderung des Projekts im Rahmen des Städtebauförderungsprogramms des Landes NRW. April 96 Das Projekt wird IBA-Projekt. Für die weitere Projektentwicklung werden unter Beteiligung von Land, Bezirksregierung, Stadtwerken als Gebäudeeigner und Stadt Dortmund drei von der IBA moderierte und durch Fachleute unterstützte Werkstattgespräche vereinbart. Auf der Grundlage einer konkretisierten Projektkonzeption werden ein Finanzierungsrahmen, ein Förderkonzept und der zeitliche Rahmen der Projektentwicklung erarbeitet. April/Mai 96 Das Theater im Depot baut sich in der Immermannstraße seine provisorische Spielstätte aus und eröffnet mit dem 4-wöchigen Theaterfestival „Springflut“ den regelmäßigen Spielbetrieb. Juni/Juli 96 Umzug der anderen „Altdepotler“ von der Kleverstraße in das Provisorium Immermannstraße. 03.07.96 Letztes Werkstattgespräch. Kernpunkte der Qualitätsvereinbarung sind: Die Grundsätze der Qualitätsvereinbarung haben sich voll und ganz bewährt. 30.11.96 Das Depot veranstaltet seinen ersten Kunstmarkt unter dem Titel „1000+1 Meisterwerk“ Dez. 1996 Grundsätzliche Förderzusage durch die Landesregierung. Jan. 1997 Frost total: bei –15 Grad bricht die gesamte Wasser- und Heizungsversorgung im Depot zusammen. Februar 97 Die Geschäftsstelle nimmt mit Helga Beckmann und Marlies Dauber ihre Arbeit auf und wird ab sofort zur unverzichtbaren Hauptstelle für die gesamte Projektentwicklung. 14.4.97 Architekten und Haustechniker werden mit der Planung des Ausbaus von 4.300 qm Nutzfläche für das Depot in der ehemaligen Staßenbahnhauptwerkstatt beauftragt. 12.-14.09.97 Das neue Depot feiert mit einem ersten großen Fest den Baubeginn in der Immermannstraße unter dem Thema „Weichenstellen“. Okt. 1997 Abgabe des Bauantrages Dez. 1997 Die Finanzierung ist gesichert. Die Landesregierung bewilligt insgesamt DM 6,5 Mio. für die Sanierung, Um- und Ausbau des Depot-Gebäudes und DM 1,2 Mio. für die Förderung der Projektentwicklung in den ersten 5 Jahren. Die Mitglieder des Vereins Depot müssen für DM 550.000 Eigenleistung erbringen. Der Bewilligungsbescheid wird überreicht. Die ersten Mittel werden mit Unterstützung der Stadt Dortmund noch zum Jahresende überwiesen. Frühjahr u. Sommer 1997 Sanierung der Außenfassaden: das Depot bekommt sein neues/altes Gesicht. März 1998 Das Bauordnungsamt der Stadt Dortmund erteilt die Baugenehmigung. April 1998 Frauen des Qualifizierungsprojekts „Handfest“ richten ihre Baustelle ein. Die ersten Steine werden gesetzt. Die Depot-Eigenleister kommen in Schwung. 16.5.98 Feierliche Enthüllung des Bauschildes durch den Vorsitzenden der Stadtwerke AG Harald Heinze. Dez. 1998 Die DOBEQU (Dortmunder Beschäftigungs- und Qualifizierungsprojekt für Langzeitarbeitslose) nimmt im Depot ihre Arbeit auf. Träger der DOBEQU ist die AWO. Die anfallenden Lohnkosten trägt das Arbeitsamt, die Jan. 1999 Offene Türen. Die Depotler zeigen, wie sich’s auf der Baustelle leben lässt. Dez. 1999 Die ersten Nutzer können ihre neuen Räume beziehen. Aug. 1999 Um der Instandsetzung des Depotgebäudes trotz knappster Mittel auch eine ökologische Dimension zu geben, beteiligt sich der Depot e.V. an der landesweiten Ausschreibung der Emschergenossenschaft „Route des Regenwassers“. Das Depot bekommt einen Zuschlag. Das Projekt umfasst die Dachentwässerung, die Anlage von Sickermulden, die Umnutzung der vorhandenen alten Öltanks, die Anlage eines Brauchwassernetzes, die Begrünung der Außenanlagen, eine Teichanlage und ein Wasserspiel. Die geforderte 20-prozentige Eigenleistung wird über einen Kredit finanziert, der aus der Gebührenersparnis abgetragen wird. Durch die Brauchwassernutzung und die Gebührenersparnis trägt dieses Projekt langfristig zu einer deutlichen Senkung der eigenen Betriebskosten bei. Apr. 2000 Das landesweite Theaterfestival „Theaterzwang“ wird in Anwesenheit von viel Theaterprominenz im Depot eröffnet. ??-?? Einbau der Sprinkleranlage. Aug. 2000 Im Rahmen von Sponsoring-Verhandlungen mit der DEW wird vereinbart, auf dem Dach des Depotgebäudes eine Fotovoltaikanlage zu installieren und dem Depot e.V. das Nießbrauchrecht zu übertragen. Die Anlage erzeugt pro Jahr ca. 8.500 kWh. Auch durch dieses Projekt soll ein ökologischer Beitrag zur Senkung der Betriebskosten 4.7.2000 Eröffnung der DEPOTHEK, der neuen Kneipe im Depot. Sept. 2001 Unter dem Motto: „Fix und fertig“ wird das Depot mit einer zweitägigen Kulturveranstaltung eröffnet. 420 Gäste sind zu einem riesigen Gastmahl in die große Mittelhalle des Depot geladen und lassen sich mit kulinarischen und künstlerischen Leckerbissen verwöhnen. Danach gibt es einen ganzen Tag Kunst und Kultur in allen Räumen. Den Mittelteil des Gebäudes bildete eine Halle, in der sich die Schiebebühne befand. Sie diente dem Transport der Straßenbahnwagen und verlief längs der Achse quer durch den Raum. Von ihr gingen rechts und links die Die neoklassizistische Frontfassade des Hauptwerkstattgebäudes misst eine Länge von 87m. Die Gesamttiefe des Objekts beträgt 89m. Die Frontfassade wird von einem Mittel- und zwei Seitenrisaliten ausgebildet. Sie wird durch schmale Pfeiler gegliedert, zwischen die schmale, hohe Fenster gesetzt wurden. Im Mittelrisalit befand sich die Eingangstür und im Giebelfeld darüber ein repräsentativ wirkendes Thermenfenster. Die Haupt- und Nebendächer im Innern der Halle werden von einer filigranen Stahlfachwerkkonstruktion mit Zugband getragen. Diese besondere und seltene Tragkonstruktion aus Doppelwinkeln findet sich in den heutigen Bauweisen nicht mehr wieder und ist mit ein Grund dafür, dass das Gebäude 1990 unter Denkmalschutz gestellt wurde. Beeinträchtigungen der Funktionen z.B. durch die größer werdenden Straßenbahnwagen, aber auch durch die starken Bergsenkungen, die Halle hat sich von Süd nach Nord um 1,56 m abgesenkt, veranlassten die Dortmunder Stadtwerke, diesen Betriebsstandort aufzugeben. Bis zum Jahr 1995 wurde die Hauptwerkstatt für die Wartung der Dortmunder Straßenbahnen genutzt. Technische Daten: Aus- und Umbau
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